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HOAI 2009  - Novelle der Honorarordnung für Architekten und Ingenieure

 

Nach ca.14 Jahren seit der letzten (5.) HOAI-Novelle hat das Bundeskabinett am 29. April 2009 die 6. Novelle der HOAI verabschiedet. Der Bundesrat hat in seiner Sitzung am 12.06.2009 zugestimmt. Die neue HOAI 2009 wurde am 17.8.2009 im Bundesgesetzblatt I Nr. 53 veröffentlicht und trat gemäß §56 HOAI 2009 am Tag nach der Verkündung, also am 18.8.2009, in Kraft.

 

Die HOAI 2009 kann hier als PDF eingesehen werden: HOAI 2009

 

Die wesentlichen Neuerungen / Änderungen der HOAI 2009 in Kürze:

- Die HOAI-Tafelwerte werden um 10 Prozent erhöht.

- Mit dem Baukostenberechnungsmodell (Basis: Entwurfsplanung) werden die Honorare von den tatsächlichen Baukosten abgekoppelt. Außerdem kann die Honorargrundlage auch durch eine sogenannte "Baukostenvereinbarung" festgelegt werden.

- Kostenermittlung nach DIN 276: Bei der Ermittlung der anrechenbaren Kosten wird die DIN 276 in der Fassung vom Dezember 2008 zugrunde gelegt.

- Die verbindlichen Stundensätze für Zeithonorare entfallen; Honorare für Zeitleistungen werden frei vereinbar.

- Staatliche Preisvorgaben soll es künftig nur noch für "Planungsleistungen" geben. Die Honorare für "Beratungs- und Gutachterleistungen" (bisher: Teil X bis XIII HOAI, Bauphysik, Schallschutz, Raumakustik ...) werden frei vereinbar .

- Die verbindlichen Stundensätze für Zeithonorare sollen entfallen.

- Ein Bonus-Malus-System soll Anreize zum kostengünstigen und qualitätsbewussten Planen und Bauen schaffen.

- Für Leistungen im Bestand kann ein Umbauzuschlag bis zu 80% vereinbart werden.

- Konzeption als "Inländer-HOAI": Begrenzung des Anwendungsbereichs auf Leistungen von Planungsbüros mit Sitz im Inland soll die HOAI europafest machen.

Das bleibt:

- Die bisherigen HOAI-Leistungsphasen (1-9, 1-6, 1-5) bleiben erhalten.

- Beibehaltung der derzeitigen Honorartafel-Endwerte.

- Regelungen zur Fälligkeit der Schlusszahlung und zum Anspruch auf Abschlagszahlungen (ohne besondere Vereinbarung) bleiben erhalten.

Bitte beachten Sie: Obige Ausführungen sind nicht abschließend.